Mein Name ist Petra, ich bin momentan 42 Jahre alt und habe (ich schreibe absichtlich nicht ‚leide an‘) chronischer Polyarthritis, auch bekannt als Rheuma.

Ich bin ein sehr aktiver Mensch. Bis zum Ausbruch der Krankheit habe ich unter anderem regelmäßig getanzt (Standard-Tänze auf Turnierlevel) und bin mindestens 2 Mal die Woche auf Inline-Skates unterwegs gewesen.

Eben eine dieser Inline-Touren wurde mir zum Verhängnis, als ich im Mai 2001 stürzte und mir eine Schürfwunde an der Schulter zuzog. Da ich aufgrund dieser Wunde den Arzt aufsuchte, wurde mir eine Tetanus-Auffrischungsimpfung angeraten und diese denn auch durchgeführt. Circa 1 Woche nach dieser Impfung schwollen alle meine Gelenke an und schmerzten unerträglich. Ich konnte mich nicht mehr alleine anziehen oder ohne Probleme essen, da auch die Kiefergelenke betroffen waren.

Gott sei Dank habe ich einen super Allgemein-Arzt, der die Krankheit sofort richtig diagnostizierte und sich mehr als 2,5 Stunden Zeit nahm, mir die Krankheit und deren Verlauf zu erklären. Es folgte natürlich eine sehr starke Medizingabe, damit ich mich überhaupt erst einmal wieder bewegen konnte. Unter anderem hatte mir der Arzt erklärt, dass die Rheumamedikamente sehr stark sind und viele Nebenwirkungen haben, die aber tolerierbar im Vergleich zu den Schmerzen und Zerstörungen der Gelenke sind. MTX (das Standardmedikament) ist im Grunde eine Chemotherapie, die in niedriger Dosis 1mal wöchentlich eingenommen wird. Nach langen Gesprächen mit dem Arzt wurde ich zu einem anthroposophischen Arzt in Elmshorn überwiesen, der mich gleich in das Rissener Krankenhaus, welches über eine anthroposophische Abteilung verfügte, eingewiesen. Dort wurde ich 3,5 Wochen behandelt. Trotz einer 10- tägigen Fastenkur, in der die Beschwerden komplett aufhörten, war die Behandlung leider nicht von Erfolg gekrönt da die Beschwerden in unveränderter Stärke wieder auftraten sobald ich wieder aß, und dass, obwohl ich am ersten Tag nach dem Fasten nichts als Puffreis zu mir nahm. Ich wurde mit dem Satz entlassen, dass man wisse, dass Rheuma eine Krankheit ist, die vom Darm ausgehe, und man große Erfolge damit erzielen kann, indem man eine gewisse Diät lebe. Leider hat mein Körper auf die Diät nicht angeschlagen. Das Abschlussgespräch mit dem Arzt dauerte 2 Stunden. Auch mein Freund wurde gebeten, daran teilzunehmen. Schließlich ging es auch um unsere gemeinsame Zukunft. Die Diagnose des Arztes war, dass ich bei unvermindert starkem Fortschreiten der Krankheit in spätestens 6 Jahren im Rollstuhl sitzen würde. Er prognostizierte weiterhin, dass die Beziehung zu meinem Freund auf eine harte Belastungsprobe gestellt werden würde und wenig Chancen zu überleben. Mir wurde strengstens ans Herz gelegt die allopathischen Medikamente in hohen Dosen zu nehmen, damit meine Gelenke nicht kaputt gehen.

Leider haben auch die hohen Dosen der allopathischen Medikamente nicht zum erwünschten Erfolg geführt, trotz einer Kombination aus 5 verschiedenen stark leber- und nierentoxischer Medikamente. Ich konnte zwar arbeiten und die Schmerzen waren einigermaßen erträglich, doch die Gelenke gingen trotzdem kaputt. Dazu muss man sagen, dass ich hart im Nehmen bin. Andere Leute wären in meiner Verfassung nicht arbeiten gegangen. Doch ich brauchte die Arbeit, um mich von den Schmerzen und den Vorstellungen über meine Zukunft abzulenken. Der Rollstuhl kam beachtlich näher und war immer öfter Gesprächsthema. Unser Haus kauften wir unter dem Gesichtspunkt, alles mit dem Rollstuhl erreichen zu können.

Irgendwann einmal sagte meine Mutter den Satz, dass sie gelesen hätte, dass Rheumatiker nicht am Rheuma sterben, sondern an den Nebenwirkungen der Medikamente. Ich weiß nicht mehr, wo sie den Satz gelesen hatte, doch er hinterließ einen sehr starken Eindruck bei mir. Ich versuchte schließlich alles, um Alternativen zu diesen Medikamenten zu finden. Verschiedene Heilpraktiker, Akkupunktur, etc., etc. Nichts half. Ich war an einem toten Punkt angelangt und war kurz davor zu resignieren. Man darf nicht unterschätzen, dass, wenn man versucht die Hoffnung nicht zu verlieren, aber nur Niederlagen einsteckt, das sehr belastend für Seele und Körper ist.

Gott sei Dank bin ich niemand, der sich versteckt. Ich habe meine Krankheit offen kommuniziert in der Hoffnung, irgendwann einen Hinweis zu bekommen, der mir weiterhilft. Und genauso passierte es. Ein geschäftlicher Freund aus Indien kontaktierte mich Ende 2001 nach langen Jahren wieder und fragte, wie es mir gehen würde. Nun, das war schnell erklärt. Die Reaktion in Form einer Anweisung war prompt: ‚ Nimm 5 Wochen frei und buche einen Flug nach Mumbai. Ich kümmere mich um den Rest‘.

So landete ich im Februar 2002 in Mumbia und 2 Tage später in Cochin, wo mich ein befreundeter Chauffeur der Familie abholte und nach Kottakkal fuhr, wo bereits in Zimmer für mich gebucht war. Ich wusste nicht, auf was ich mich einließ. Aber konnte es wirklich schlimmer werden? Nein!

Nächstes Jahr fahre ich das 8te Mal nach Kottakkal. Bereits nach dem ersten Mal konnte ich meine allopathischen Medikamente drastisch reduzieren ohne dass es mir schlechter ging. Nach dem 2. Mal konnte ich das Cortison komplett absetzen und trotzdem ging es mir besser. Es ging sogar 4 Jahre ohne jegliche allopathischen Medikamente! Inzwischen nehme ich nur noch 1 Medikament und meine Ärzte wundern und wundern sich. Ich kann diesen Zustand jetzt aufrechterhalten indem ich nur noch jedes 2. Jahr nach Indien fahre. Schmerzen sind kein Thema mehr und ist das Wetter in Hamburg noch so schlecht.

Ich bin ein sehr rationaler Mensch. Gefühlsausbrüche sind selten. Aber wenn ich von AVS spreche, kann ich nicht anders als loben, auch wenn ich weiß, dass das bei anderen Menschen oft als Spleen ankommt oder abgetan wird. Das ist es aber auf keinen Fall! AVS hat mit das Leben gerettet, denn ich wollte nicht mehr leben mit den Schmerzen, die mich täglich plagten.

Über AVS und die eigene Einstellung zu AVS:

AVS ist ein authentisches, ayurvedisches Krankenhaus, das über 100 Jahre alt ist. Die meisten Doktoren haben mehr als 40 Jahre Erfahrung in dieser Art der Medizin. Patienten-Fälle werden 2 Mal wöchentlich in großer Runde diskutiert. Täglich kommen die Ärzte auf Visite ins Zimmer. Die Zimmer selbst werden täglich gesäubert.

Damit hören die Gemeinsamkeiten mit einem europäischen Krankenhaus allerdings auf.

Die Behandlung:

Die Behandlung besteht aus 4 Teilen

Tägliche Massagen, um die Giftstoffe aus dem Körper zu lösen und die Medizin zu an die betroffenen Stellen zu transportieren.

Orale Medizin bestehend aus Tabletten, Flüssigkeiten und Fetten (Ghee), oder lokale Behandlungen, wie z.B. Bandagen.

Tägliche Einläufe in der 2. Hälfte der Kur, um die gelösten Giftstoffe auszuschwemmen. Und Medizin in den Darm zu transportieren.

Während der Behandlung muss der Patient eine Diät einhalten. Dies nicht zu tun gefährdet den Erfolg der Kur.

Die Zimmer:

In Abhängigkeit des Gebäudes in dem man landet, sind die Zimmer entsprechend alt. Sie werden zwar jeden Tag gesäubert, allerdings entspricht ihr Zustand auf keinen Fall dem gefühlten westlichen Standard. Aufgrund der Tatsache, dass man täglich eingeölt von den Massagen auf sein Zimmer geht, ist alles, was man so anfassen kann ölig und wirkt dreckig. Es wirkt allerdings nur dreckig. Unhygienisch ist es aber auf keinen Fall!

Die Zimmer werden vor Ankunft eines neuen Gastes immer gegen Insekten behandelt. Trotzdem kann es sein, dass einem Kakerlaken über den Weg laufen. Aber das sind auch nur Tiere, die einem nichts tun. Auf Bedarf kann das Zimmer nachbehandelt werden. Jedes Zimmer verfügt über eine kleine Küche. Man kann sich zum Kochen alle Geräte mieten. Allerdings ist es angeraten in der Kantine zu essen, die nach Diät der Ärzte kocht, wenn man darauf achtet. Das muss man allerdings auch.

Die Medizin:

Ist ohne Chemie, aber nicht unbedingt rein pflanzlich. Im Grunde ist sie ähnlich zu den Therapieansätzen der Homöopathie. Die Medizin schmeckt oft grausig, muss aber genommen werden! Es hilft, sich die Nase zuzuhalten ;-)

Die Ärzte:

Die Ärzte sind alle sehr nett. Sofern man der englischen Sprache mächtig ist, kann man die jüngeren Ärzte ganz gut, die älteren Ärzte nur eventuell verstehen. Nach einer gewissen Zeit hat man sich eingehört und es wird besser. Es ist nicht immer ein schönes Gefühl nicht zu verstehen, was der Arzt von sich gibt. Nachfragen kann man gerne. Was allerdings nicht gern gehört wird, sind Nachfragen von Neulingen, warum Medizin gewechselt wurde, oder eine Behandlung gestoppt wurde. Oder gar, wofür Medizin gut ist. Einmal sagte ein Arzt zu mir: ‚You have to obey the doctors!‘ Und genau das ist es! Man muss das tun was die Ärzte sagen und einfach Vertrauen dazu haben, dass es gut ist. Ganz wichtig ist, dass man den Ärzten jeden Tag erzählt, wie es einem geht. Dazu gehören die kleinsten Veränderungen des Körpers, wie z.B. Stuhlgang und Schlafverhalten. Keine Scheu! Das ist genau das, woran die Ärzte ablesen, ob die Medikamente und die Behandlung wirken oder ob gewechselt werden muss.

Die Inder an sich:

Die indische Mentalität ist grundsätzlich anders als die der Europäer. Dieser Mentalität muss man sich während seines Aufenthaltes anpassen. Die Mühlen mahlen langsamer und es wird nicht immer alles eingehalten, was versprochen wurde. Keinesfalls darf man sich mit harschem Ton über diese Zustände und Gegebenheiten beschweren. Hier bringt einen nur die Freundlichkeit weiter. Schließlich schlägt einem selbst auch nichts anderes als Freundlichkeit entgegen. Ich habe aufgrund der vielen Aufenthalte eine andere Einstellung zu Leben bekommen. Aber das muss jeder für sich alleine erleben und verstehen. Das ist ein Prozess den man schlecht beschrieben kann.

Voraussetzungen und Vorbereitungen:

Als unbedingte Voraussetzung für den Besuch von AVS gelten Englisch-Kenntnisse. Ohne Englisch, keine Kommunikation. Selbst wenn man einen Begleiter hat, der des Englischen mächtig ist, so wird mit den Ärzten doch über Themen gesprochen, die man eventuell nicht durch einen Dritten weitergeben will. Auch zwischen den Patienten wird Englisch gesprochen, da es Patienten aller Nationalitäten gibt.

Als Vorbereitung sollten man die entsprechende Kleidung (bitte die alte Kleidung mitnehmen, die notfalls entsorgt werden kann) mitbringen. Ein alter leichter Bademantel für die Strecke zwischen Zimmer und Massageraum ist notwendig. Shorts und Tops sind außerhalb des Krankenhauses nicht ‚kulturgemäß‘.

Für die Erstanamnese ist es angeraten Unterlagen aus der Heimat mitzubringen. Sofern es sich um Dokumente handelt, sollte diese ins Englische übersetzt sein. Blutwertetabellen müssen nicht übersetzt werden. Machen Sie sich vorher Notizen, damit das gesagte strukturiert bei den Ärzten ankommt. Bedenke Sie, dass auch bei den Ärzten Englisch nicht die Muttersprache ist! Angeraten ist, dass Beschwerden in regelmäßigen Abständen erneut formuliert werden, um sicherzustellen, dass die Ärzte einen auch wirklich verstehen.

Und zu guter Letzte: Die Kur auch als Kur verstehen!

Die Kur bei AVS ist eine Chance auf Heilung, definitiv aber auf Besserung Ihres Zustandes. Diese Chance definiert sich durch das, was SIE SELBST daraus machen! Vertrauen Sie sich und Ihren Körper den Ärzten an, bedingungslos.

Zu dem Konzept der Kur gehört es das Krankenhaus während der Behandlung möglichst selten zu verlassen. Die Behandlung schwächt auf das Immunsystem und ein Verlassen des Krankenhauses ist immer riskant, da es draußen Krankheiten gibt, deren Viren und Bakterien solche schwachen Immunsysteme lieben.

Der Körper wird durch die Massagen geschwächt. Deswegen ist es auch nicht angeraten, ihm der Sonne auszusetzen.

Zur Kur gehört Ruhe und Zeit. Man sollte den Körper und den Geist keinerlei Stress aussetzen und seine eigene Mitte finden. Dazu gehört es auch, auf Computer, Radio, Fernsehen und Handys zu verzichten, um sich auf sich selbst konzentrieren zu können.

Das hört sich nach vielen Verboten an. Aber Verbote gibt es eigentlich nicht. Es heißt immer ‚Avoid…..‘. Ausnahmen sind immer möglich, weil diese einfach glücklich machen und das für die Genesung eben auch wichtig ist.

Die richtige Balance im Leben zu halten ist das, was das Krankenhaus einem wirklich vermittelt und das ist – so einfach ist das – die Basis der Gesundheit! Viel Spaß auf dem Weg dahin!

Dr. L. Mahadevan: „Ayurveda, richtig eingesetzt und medizinisch ergänzt, hat keinerlei Nebenwirkungen“

Hariharan Mudaliar

Auch Ihnen kann geholfen werden.

Bitte rufen Sie mich einfach an.
Telefon: 04102/20 49 740
Mobil: 0157 88 62 96 44
E-Mail: info@aryaayur.com

Gern können Sie auch unser komfortables Kontaktformular verwenden.

Kontaktformular